24h-Impedanz-pH-Metrie
Die 24-Stunden-Impedanz-pH-Metrie ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung des Rückflusses (Reflux) von saurem oder nicht-saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Dabei wird über 24 Stunden hinweg der pH-Wert (Säuregehalt) und die Bewegung von Flüssigkeiten (Impedanzmessung) in der Speiseröhre gemessen.
Mögliche Gründe für die Untersuchung
- Verdacht auf gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) trotz unauffälliger Magenspiegelung
- persistierende Beschwerden trotz Therapie mit Magensäureblockern (Protonenpumpeninhibitoren, PPI)
- atypische Refluxbeschwerden wie chronischer Husten und Heiserkeit
- Abklärung vor der Operation eines Zwerchfellbruchs
Vorbereitung
- Vor der Untersuchung sollten Sie 6 Stunden nichts essen. Getränke sind bis 2 Stunden vor der Untersuchung erlaubt.
- Säureblocker müssen in der Regel 5 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden (Ausnahmen nach ärztlicher Anweisung möglich).
Ablauf der Untersuchung
- Es wird eine dünne über die Nase in die Speiseröhre eingeführt und bis in den Magen vorgeschoben.
- Die Sonde wird am Nasenflügel mit einem Pflaster fixiert und mit einem tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden.
- Der:die Patient:in geht nach Hause und lebt 24 Stunden möglichst wie gewohnt weiter (inkl. Essen, Liegen, Schlafen).
- Während der Messung markiert der:die Patient:in bestimmte Ereignisse (z. B. Mahlzeiten, Symptome) am Gerät und in einem Tagebuch.
- Entfernung der Sonde in der Praxis nach 24 Stunden und Auswertung der Daten.
Mögliche Nebenwirkungen / Risiken
- leichte Reizungen in Nase oder Rachen
- Würgereiz beim Einführen der Sonde
- geringfügige Nasenblutungen (selten)
- geringe Einschränkungen im Alltag (z. B. beim Schlafen oder Sprechen)
- sehr selten: mechanische Schleimhautverletzungen
Diese Untersuchungen können sowohl in der Abteilung für Funktionsdiagnostik (Teil des Beckenbodenzentrums) des Spitals Thun als auch in den Räumen der VISCERA AG in Bern durchgeführt werden.
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit:
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